Eine „gemeinsame“ Ausstellung im Rathaus Neusäß

Eine „gemeinsame“ Ausstellung im Rathaus Neusäß

19.01.2026 um 16:39 Uhr
Wertingen
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Wertingen. Angelika Kienberger und Michael Daum zeigen ihre Werke in einer Doppelschau. Sie ist Bildhauerin, er Maler. Im Leben sind sie ein Paar, in der Kunst unabhängig

Eine „gemeinsame“ Ausstellung im Rathaus Neusäß

Michael Daum und Angelika Kienberg sind eins im Leben, im künstlerischen Bereich gehen sie getrennte Wege. Jetzt zeigen sie ihre Werke im Rathaus Neusäß in einer gemeinsamen Ausstellung. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek



Von Jutta Kaiser-Wiatrek

Der Reigen der beliebten Rathausausstellungen in Neusäß nimmt im neuen Jahr mit der Vernissage zur Ausstellung „Gemeinsam“ der Künstlerin Angelika Kienberger und des Künstlers Michael Daum seinen Anfang. Das Paar ist eines im Leben, in seiner Kunst und seiner Zusammenarbeit aber gibt es sich den notwendigen Freiraum. Dadurch bedingt haben sie länger nicht zusammen ausgestellt. „Wir gehen sonst künstlerisch eher getrennte Wege“, erklären beide, umso größer aber sei die Freude über die Anfrage des Kulturkreises Neusäß gewesen. Mit etwa 50 Werken zeigen die Bildhauerin und der Maler ihre unterschiedlichen Positionen, ihre Eigenständigkeit und ihre Diversität. Viele Kunstfreunde kennen das Duo als prägende Säulen der Kulturtage im Holzwinkel, welche sie von 2010 bis 2020 maßgeblich mitgestalteten. Die Pandemie allerdings beendete dieses Angebot, das im zweijährigen Rhythmus stattfand.

Die Werke von Angelika Kienberger sind wie Gefühle in Form gegossen. Für sie beginnt die künstlerische Reise mit einem Moment des Sehens, intensiven Wahrnehmens oder einem tiefen Gefühl. Oft genügt ihr schon ein flüchtiger Blick, um ein inneres Bild zu erzeugen, das sie dann in Skulpturen umsetzt, die geprägt sind von Geschlossenheit und Einfachheit der Form und Lebendigkeit aus der Ruhe. Ihre Materialien sind dabei unterschiedlich, verschiedene Hölzer ebenso wie Stein, Steinguss oder Bronze. Bis zur Fertigstellung ist es ein längerer und aufwendiger Prozess, sodass im Jahr etwa drei bis vier Arbeiten entstehen.

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Augsburger Allgemeine




Vielen Dank an Dr. Sylvia Jäkel für die Organisation und die Vernissagerede